Netzartiges
Bei manchen Leuten ist völlig egal, was sie schreiben, man erkennt sie an dem, wie sie schreiben:
"Nachdem meine Anmeldung hier nach nur einem Tag die Strafe des Forum-Verbotes nach sich zog, darf ich nun - DANKE - wieder lesen und auch aktiv teilnehmen )
Ich freue mich und hoffe auf interessante Gedanken und Gespräche!
Relativ neu in der Welt des realen S/Ms bin ich trotzdem schon stolze 37 Jahre alt, lebe in Berlin, bin nicht auf der Suche - jedenfalls nicht auf der Suche nach einem Herrn , liebe es, zu leben und zu lieben , bin neugierig, an vielem interessiert, tolerant (na, wer behauptet schon Anderes von sich) und leider mit einem besonderen Geschick zum "in Fettnäpfchen treten" gesegnet ... :(("
Fazit: Das I-Net ist auch nur ein Dorf, in dem es schwerer scheint, sich aus dem Wege zu gehen, als in derselben Stadt keinen Steinwurf weit von einander zu wohnen.
"Nachdem meine Anmeldung hier nach nur einem Tag die Strafe des Forum-Verbotes nach sich zog, darf ich nun - DANKE - wieder lesen und auch aktiv teilnehmen )
Ich freue mich und hoffe auf interessante Gedanken und Gespräche!
Relativ neu in der Welt des realen S/Ms bin ich trotzdem schon stolze 37 Jahre alt, lebe in Berlin, bin nicht auf der Suche - jedenfalls nicht auf der Suche nach einem Herrn , liebe es, zu leben und zu lieben , bin neugierig, an vielem interessiert, tolerant (na, wer behauptet schon Anderes von sich) und leider mit einem besonderen Geschick zum "in Fettnäpfchen treten" gesegnet ... :(("
Fazit: Das I-Net ist auch nur ein Dorf, in dem es schwerer scheint, sich aus dem Wege zu gehen, als in derselben Stadt keinen Steinwurf weit von einander zu wohnen.
Hauswurst - am Montag, 20. Februar 2006, 22:21 - Rubrik: Netzartiges
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Ein farbloser langweiliger Tag. (Sie setzt keine Satzzeichen.) Ein Tag wie jeder ... Ein farbloser langweiliger Tag Der stechende Schmerz deiner Abwesenheit und dennoch bin ich wie bewegungslos gehe ich keinen einzigen Schritt auf dich zu (Satzzeichen gibt es bei ihr überhaupt keine. Keine Grenzen, die Metalle vermengen sich, die Verschmelzung, das Vermischen, kein Komma, kein Punkt.) Ein Tag wie jeder ohne dich Ein farbloser langweiliger Tag Der stechende Schmerz deiner Abwesenheit und dennoch bin ich wie bewegungslos gehe keinen einzigen Schritt auf dich zu Ich horche und weiß daß du in mir bist ich spüre dich wie du dich bewegst in meinem Bauch mein Bauch spricht mir von allen am besten von dir ich lasse mich davontragen ich will das Wagnis der Liebe dieser einen Liebe mit dir dieser manchmal so besonderen und innigen Liebe und der furchtbaren Schärfe die sie begleitet Ich bin stolz auf dich, stolz auf mich mit dir auf die Liebe die du mir zuträgst aber bin ich es den diese Liebe meint Die Worte deine Worte meinen sie mich Wenn ich mich doch nur einmal einer wahrhaften Liebe entsprungen fühlte Dieser Mangel an Liebe läßt all meine eigenen Versuche ertauben Verfehlte Liebe verfehltes Schicksal vielleicht ist es das und ausschließlich das mein Schicksal Möglich daß ich das niemals überwinden werde Möglich daß ich für immer von Arm zu Arm ziehen werde auf der Suche nach einer Geste einem Gesichtsausdruck der mir wirklich von Liebe spricht der mich meint mit etwas Einzigartigem nur mich Einziger Adressat eines Wortes das sich in einer Liebe verloren hat die nicht aus einem Leben entstanden ist das sich zerstört Ja ich habe Lust zugehörig zu sein und Lust zu lieben dich zu lieben geliebt zu werden von dir Aber ich bin um alles gebracht Ich denke an die Liebe und es stürzt von allen Seiten auf mich ein Ich habe Angst daß es mir nie gelingt... je mehr Angst ich habe desto mehr gehe ich auf Distanz zu dir desto eher meide ich dein Gesicht deine Arme du verstehst kannst es aber nicht ertragen und ich ich kann auch nicht mehr
Christine Angot
Über das Parabelhafte der Erfahrung hinaus bleibt ein Rest, der beinahe mehr zu wiegen beginnt als die schlichte Schilderung: Die Atemlosigkeit, mit der sie schreibt und die Wörter, das Zeichen, auseinandertreibt, ist wie Gras unter den Füßen.
Christine Angot
Über das Parabelhafte der Erfahrung hinaus bleibt ein Rest, der beinahe mehr zu wiegen beginnt als die schlichte Schilderung: Die Atemlosigkeit, mit der sie schreibt und die Wörter, das Zeichen, auseinandertreibt, ist wie Gras unter den Füßen.
Hauswurst - am Samstag, 7. Februar 2004, 00:20 - Rubrik: Netzartiges
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Die Penthesilea ist ein Stück, unter dessen Oberfläche immer neue Schichten hervortreten, je nachdem, auf welche Schärfentiefe wir unsere Augen einstellen. Auch wenn Kleists eigene Seelenlage uns unbekannt wäre - der Kampf der Amazone Penthesilea mit dem griechischen Heros Achill bleibt ein großer Vorwurf. Daß er nicht in Kleists Zeit, daß er nur in der Antike zu finden war, verstand sich von selbst: Zwei gleichgestellte, im gleichen Maße handlungsfähige Menschen, Mann und Frau, in Liebe einander verfallen, doch jeder von beiden an das Gesetz ihres Volkes gebunden, das zugleich das Gesetz ihres Geschlechtes ist: Sie muß - und darf nur lieben, den die Schlacht ihr zutreibt und den sie besiegt. Ihm ist natürlich, daß die Frau ihm bedingungslos folgt; nur zum Schein kann er sich ihr für kurze Zeit ergeben, und schon dieser Vorsatz macht ihn in den Augen der Gefährten toll. Das Mißverständnis, die Verkennung regieren mit Notwendigkeit die Dramaturgie; als sollten Nord- und Südpol zueinanderkommen, als sollten die beiden Enden eines Magnets zusammengebogen werden: in der Art einer verheerenden Naturkatastrophe entladen sich die unvereinbaren Gegensätze. So gesehen ist Penthesilea ein Metapher für die hoffnungslose Trennung von Mann und Frau. Eine zweite, nahebei liegende Lesart könnte den Kampf einer Frau um ihr Recht auf individuelle Liebe hervorheben. Aber natürlich ist das Stück auch, tritt man nur einen Schritt zurück und läßt es als allgemeingültiges Muster auf sich wirken, ein geschlossenes Modell für die Verstrickung eines Menschen in unvereinbare Bedürfnisse und Pflichten, die ihn, mag er sie vernachlässigen oder strikt erfüllen, so oder so zugrunde richten müssen.
Schreibt Christa Wolf in ihrem Essay zu dem Stück "Penthesilea" von Kleist, das ich wieder entdeckt und neu zu lesen gelernt habe.
Schreibt Christa Wolf in ihrem Essay zu dem Stück "Penthesilea" von Kleist, das ich wieder entdeckt und neu zu lesen gelernt habe.
Hauswurst - am Donnerstag, 5. Februar 2004, 21:10 - Rubrik: Netzartiges
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