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Gepraegtes

Spüre, ehe der Sturm heraufzieht, den Hauch heilsamer Schwere...hinweggehoben...gleiten über den Schatten der Blitze...nie wieder enden wollen im Sturzflug - und der Kranich zerbricht - auf festen Gründen stehen lernen, die Beine tragen nicht mehr fort - das Verlorene still mitdenkendfühlen ...Glauben ist nicht immer aus Vertrauen, ehernd eingefordert, zu vertrauen speit nicht Glauben aus...Einsichten, die schließlich doch erwachsen, als wären sie nicht schon vor dem Anfang über dieser Tür gewesen, die zum Sch(l)acht führt. Dem Zeichen, dahinter. Hier war es: nippt, scheu und unstillbar gierig, am Wein...der Kelch, gerippt: Blütenglieder aus geründeten Lippen, die zum Fenster sehnsuchtsvoll wehn...hinaus...von Handfläche zu Handfläche, Zauber zu Zauber, Begehren zu Begehren...hautinneres in der Nähe bleiben, irgendwie...Verlorenes aufbewahren durch Vergessen...auch Vergessen will gelernt sein...im Geteiltsein einig werden...das findet kein Ende...Unterschiedensein ist kein Gegensatz, Ausschließlichkeit begründet den Widerspruch nicht...im Vergehen, auch im Fortgehen: sein - zwischen dem Festhalten und Loslassen...Vergessen wächst langsam...Trennungen sind nicht immer als solche erkennbar...die wüste Spur der Glieder... Schweigen nicht immer Schuld, Rückzug nicht immer Flucht, Ausweichen nicht immer Feigheit, Liebe nicht immer das Gegenstück von Haß...wenn der Lichtschein mit seinen Schatten spielt, gerinnt, kegelförmig im dunkelsten Ort, kein Wachtraum zur Wirklichkeit...Schwüre durch Lügen tarnen...Lügen nicht durch Schweigen verbergen...Gründe nicht durch Rechtfertigungen begraben...weitergehen...Wege entstehen im Gehen...falsche Wege führen ins Nichts...wenden den Blick ab, aus dem kein Funke mehr schlägt...ahnen, was kömmt...und dennoch nicht vorbereitet sein, wenn es trifft mit labyrinthischer Wucht der Schlichtheit...Malocchio, streiche die bleichen Schatten fort...zu erbrochener Stunde im Largo der Flüsse...werde immer kürzer, bald nur noch gnade(n)lose Flüchtigkeit...ein Hauch...ein flirrender Ton...eine dünne Resonanz im Gebälk. Ein entfernter Punkt am Horizont. Rückgewandt, gleichnislos, auf sich verwiesen.

Ich schweige, weil alles, was ich sage, immer als Angriff interpretiert würde.

Zu jedem Argument gibt es ein nicht minder plausibles Gegenteilargument. Aber dies bedeutet schlußendlich nicht, daß der, der das letzte Argument in den Händen hält, recht haben muß.

Manche Menschen sind gefühlskalt, sie können es nur nicht zeigen.
Im Umkehrschluß fällt mir Zuversicht auf.

 

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