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Nachts, wenn das Pendel der Liebe schwingt
zwischen Immer und Nie,
stößt dein Wort zu den Monden des Herzens
und dein gewitterhaft blaues
Aug reicht der Erde den Himmel.

Aus fernem, aus traumgeschwärztem
Hain weht uns an das Verhauchte,
und das Versäumte geht um, groß
wie die Schmerzen der Zukunft.

Was sich nun senkt und hebt,
gilt dem zuinnerst Vergrabnen,
blind wie der Blick, den wir tauschen,
küsst es die Zeit auf den Mund.


Paul Celan

...wie sehr ich dieses Gedicht noch immer liebe, das vergessen schient, von sich gestossen, verdrängt - und wie, trotz all der kreichenden Zeit und trennenden Strassen, es noch immer dasteht: in mir, lautlos lebendig widerhallt.
 

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