Ein farbloser langweiliger Tag. (Sie setzt keine Satzzeichen.) Ein Tag wie jeder ... Ein farbloser langweiliger Tag Der stechende Schmerz deiner Abwesenheit und dennoch bin ich wie bewegungslos gehe ich keinen einzigen Schritt auf dich zu (Satzzeichen gibt es bei ihr überhaupt keine. Keine Grenzen, die Metalle vermengen sich, die Verschmelzung, das Vermischen, kein Komma, kein Punkt.) Ein Tag wie jeder ohne dich Ein farbloser langweiliger Tag Der stechende Schmerz deiner Abwesenheit und dennoch bin ich wie bewegungslos gehe keinen einzigen Schritt auf dich zu Ich horche und weiß daß du in mir bist ich spüre dich wie du dich bewegst in meinem Bauch mein Bauch spricht mir von allen am besten von dir ich lasse mich davontragen ich will das Wagnis der Liebe dieser einen Liebe mit dir dieser manchmal so besonderen und innigen Liebe und der furchtbaren Schärfe die sie begleitet Ich bin stolz auf dich, stolz auf mich mit dir auf die Liebe die du mir zuträgst aber bin ich es den diese Liebe meint Die Worte deine Worte meinen sie mich Wenn ich mich doch nur einmal einer wahrhaften Liebe entsprungen fühlte Dieser Mangel an Liebe läßt all meine eigenen Versuche ertauben Verfehlte Liebe verfehltes Schicksal vielleicht ist es das und ausschließlich das mein Schicksal Möglich daß ich das niemals überwinden werde Möglich daß ich für immer von Arm zu Arm ziehen werde auf der Suche nach einer Geste einem Gesichtsausdruck der mir wirklich von Liebe spricht der mich meint mit etwas Einzigartigem nur mich Einziger Adressat eines Wortes das sich in einer Liebe verloren hat die nicht aus einem Leben entstanden ist das sich zerstört Ja ich habe Lust zugehörig zu sein und Lust zu lieben dich zu lieben geliebt zu werden von dir Aber ich bin um alles gebracht Ich denke an die Liebe und es stürzt von allen Seiten auf mich ein Ich habe Angst daß es mir nie gelingt... je mehr Angst ich habe desto mehr gehe ich auf Distanz zu dir desto eher meide ich dein Gesicht deine Arme du verstehst kannst es aber nicht ertragen und ich ich kann auch nicht mehr
Christine Angot
Über das Parabelhafte der Erfahrung hinaus bleibt ein Rest, der beinahe mehr zu wiegen beginnt als die schlichte Schilderung: Die Atemlosigkeit, mit der sie schreibt und die Wörter, das Zeichen, auseinandertreibt, ist wie Gras unter den Füßen.
Christine Angot
Über das Parabelhafte der Erfahrung hinaus bleibt ein Rest, der beinahe mehr zu wiegen beginnt als die schlichte Schilderung: Die Atemlosigkeit, mit der sie schreibt und die Wörter, das Zeichen, auseinandertreibt, ist wie Gras unter den Füßen.
Hauswurst - am Samstag, 7. Februar 2004, 00:20 - Rubrik: Netzartiges