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    <title>Jedem Augenblick erwächst Erinnerung</title>
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    <description></description>
    <dc:publisher>Hauswurst</dc:publisher>
    <dc:creator>Hauswurst</dc:creator>
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    <title>Jedem Augenblick erwächst Erinnerung</title>
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    <title>Abschied von Tatjana</title>
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    <description>...&lt;br /&gt;
Wie hab ich das gefühlt was Abschied heißt.&lt;br /&gt;
Wie weiß ichs noch: ein dunkles unverwundnes&lt;br /&gt;
grausames Etwas, das ein Schönverbundnes&lt;br /&gt;
noch einmal zeigt und hinhält und zerreißt.&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
Rilke</description>
    <dc:creator>Hauswurst</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://hauswurst.twoday.net/topics/Dichtes&quot;&gt;Dichtes&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Hauswurst</dc:rights>
    <dc:date>2006-05-20T12:20:00Z</dc:date>
  </item>
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    <title>Virtuelles Fettnäpfchen</title>
    <link>http://hauswurst.twoday.net/stories/1596721/</link>
    <description>Bei manchen Leuten ist völlig egal, was sie schreiben, man erkennt sie an dem, wie sie schreiben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Nachdem meine Anmeldung hier nach nur einem Tag die Strafe des Forum-Verbotes nach sich zog, darf ich nun - DANKE - wieder lesen und auch aktiv teilnehmen )&lt;br /&gt;
Ich freue mich und hoffe auf interessante Gedanken und Gespräche!&lt;br /&gt;
Relativ neu in der Welt des realen S/Ms bin ich trotzdem schon stolze 37 Jahre alt, lebe in Berlin, bin nicht auf der Suche - jedenfalls nicht auf der Suche nach einem Herrn , liebe es, zu leben und zu lieben , bin neugierig, an vielem interessiert, tolerant (na, wer behauptet schon Anderes von sich) und leider mit einem besonderen Geschick zum &quot;in Fettnäpfchen treten&quot; gesegnet ... :((&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fazit: Das I-Net ist auch nur ein Dorf, in dem es schwerer scheint, sich aus dem Wege zu gehen, als in derselben Stadt keinen Steinwurf weit von einander zu wohnen.</description>
    <dc:creator>Hauswurst</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://hauswurst.twoday.net/topics/Netzartiges&quot;&gt;Netzartiges&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Hauswurst</dc:rights>
    <dc:date>2006-02-20T21:21:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://hauswurst.twoday.net/stories/817442/">
    <title>Nachts...</title>
    <link>http://hauswurst.twoday.net/stories/817442/</link>
    <description>&lt;i&gt;Nachts, wenn das Pendel der Liebe schwingt&lt;br /&gt;
zwischen Immer und Nie,&lt;br /&gt;
stößt dein Wort zu den Monden des Herzens&lt;br /&gt;
und dein gewitterhaft blaues&lt;br /&gt;
Aug reicht der Erde den Himmel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus fernem, aus traumgeschwärztem&lt;br /&gt;
Hain weht uns an das Verhauchte,&lt;br /&gt;
und das Versäumte geht um, groß&lt;br /&gt;
wie die Schmerzen der Zukunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was sich nun senkt und hebt,&lt;br /&gt;
gilt dem zuinnerst Vergrabnen,&lt;br /&gt;
blind wie der Blick, den wir tauschen,&lt;br /&gt;
küsst es die Zeit auf den Mund.&lt;br /&gt;
&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Celan&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...wie sehr ich dieses Gedicht noch immer liebe, das vergessen schient, von sich gestossen, verdrängt - und wie, trotz all der kreichenden Zeit und trennenden Strassen, es noch immer dasteht: in mir, lautlos lebendig widerhallt.</description>
    <dc:creator>Hauswurst</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://hauswurst.twoday.net/topics/Dichtes&quot;&gt;Dichtes&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 Hauswurst</dc:rights>
    <dc:date>2005-07-05T19:28:59Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://hauswurst.twoday.net/stories/817411/">
    <title>Selbstbegegnung:</title>
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    <description>Spüre, ehe der Sturm heraufzieht, den Hauch heilsamer Schwere...hinweggehoben...gleiten über den Schatten der Blitze...nie wieder enden wollen im Sturzflug - und der Kranich zerbricht - auf festen Gründen stehen lernen, die Beine tragen nicht mehr fort - das Verlorene still mitdenkendfühlen ...Glauben ist nicht immer aus Vertrauen, ehernd eingefordert, zu vertrauen speit nicht Glauben aus...Einsichten, die schließlich doch erwachsen, als wären sie nicht schon vor dem Anfang über dieser Tür gewesen, die zum Sch(l)acht führt. Dem Zeichen, dahinter. Hier war es: nippt, scheu und unstillbar gierig, am Wein...der Kelch, gerippt: Blütenglieder aus geründeten Lippen, die zum Fenster sehnsuchtsvoll wehn...hinaus...von Handfläche zu Handfläche, Zauber zu Zauber, Begehren zu Begehren...hautinneres in der Nähe bleiben, irgendwie...Verlorenes aufbewahren durch Vergessen...auch Vergessen will gelernt sein...im Geteiltsein einig werden...das findet kein Ende...Unterschiedensein ist kein Gegensatz, Ausschließlichkeit begründet den Widerspruch nicht...im Vergehen, auch im Fortgehen: sein - zwischen dem Festhalten und Loslassen...Vergessen wächst langsam...Trennungen sind nicht immer als solche erkennbar...die wüste Spur der Glieder... Schweigen nicht immer Schuld, Rückzug nicht immer Flucht, Ausweichen nicht immer Feigheit, Liebe nicht immer das Gegenstück von Haß...wenn der Lichtschein mit seinen Schatten spielt, gerinnt, kegelförmig im dunkelsten Ort, kein Wachtraum zur Wirklichkeit...Schwüre durch Lügen tarnen...Lügen nicht durch Schweigen verbergen...Gründe nicht durch Rechtfertigungen begraben...weitergehen...Wege entstehen im Gehen...falsche Wege führen ins Nichts...wenden den Blick ab, aus dem kein Funke mehr schlägt...ahnen, was kömmt...und dennoch nicht vorbereitet sein, wenn es trifft mit labyrinthischer Wucht der Schlichtheit...Malocchio, streiche die bleichen Schatten fort...zu erbrochener Stunde im Largo der Flüsse...werde immer kürzer, bald nur noch gnade(n)lose Flüchtigkeit...ein Hauch...ein flirrender Ton...eine dünne Resonanz im Gebälk. Ein entfernter Punkt am Horizont. Rückgewandt, gleichnislos, auf sich verwiesen.</description>
    <dc:creator>Hauswurst</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://hauswurst.twoday.net/topics/Gepraegtes&quot;&gt;Gepraegtes&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 Hauswurst</dc:rights>
    <dc:date>2005-07-05T19:18:16Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://hauswurst.twoday.net/stories/154792/">
    <title>Widmung für Caroline J.</title>
    <link>http://hauswurst.twoday.net/stories/154792/</link>
    <description>Extreme Diversität &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht selten &lt;br /&gt;
überbrücke &lt;br /&gt;
ich diverse Welten, &lt;br /&gt;
mit einem Fuß &lt;br /&gt;
auf beiden Seiten, &lt;br /&gt;
in der Lücke &lt;br /&gt;
zwischen Tür und Angel. &lt;br /&gt;
Ich bin &lt;br /&gt;
ein ziellos &lt;br /&gt;
über meine Pflicht &lt;br /&gt;
gespannter Bogen: &lt;br /&gt;
Gefühl-bloß &lt;br /&gt;
zu dir hin &lt;br /&gt;
und von dir weggezogen. &lt;br /&gt;
In dieser Lage &lt;br /&gt;
haltlos schwebend &lt;br /&gt;
wähn&apos; ich mich &lt;br /&gt;
auf einer andern &lt;br /&gt;
Seite lebend, &lt;br /&gt;
und ich wage &lt;br /&gt;
einen Grat zu wandern &lt;br /&gt;
und mich zu verlieren. &lt;br /&gt;
Doch wie verloren ich &lt;br /&gt;
auch bin - ich finde &lt;br /&gt;
in dir mein Geschick! &lt;br /&gt;
Und ich vertiefe mich &lt;br /&gt;
in deinen Blick, &lt;br /&gt;
zerstreue mich &lt;br /&gt;
in alle Winde &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Young-Jin Choi</description>
    <dc:creator>Hauswurst</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://hauswurst.twoday.net/topics/Dichtes&quot;&gt;Dichtes&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2004 Hauswurst</dc:rights>
    <dc:date>2004-03-03T10:59:35Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://hauswurst.twoday.net/stories/147691/">
    <title>Ulme</title>
    <link>http://hauswurst.twoday.net/stories/147691/</link>
    <description>Ich kenne den Grund, sagt sie. Ich kenne ihn durch meine große Pfahlwurzel. &lt;br /&gt;
Du fürchtest ihn. &lt;br /&gt;
Ich fürchte ihn nicht: weil ich dort war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hörst du das Meer in mir, &lt;br /&gt;
ruhelos? &lt;br /&gt;
Oder die Stimme aus Nichts, die dein Wahnsinn war? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liebe, ein Schatten. &lt;br /&gt;
Wie du liegst und ihr nachweinst. &lt;br /&gt;
Hör nur: das sind die Hufe: sie ist fort, ein Pferd. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich werd die ganze Nacht so galoppieren, schneller, schneller, &lt;br /&gt;
bis dein Kopf ein Stein ist, dein Kissen ein Stück Torf, &lt;br /&gt;
tönend, tönend. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oder soll ich dir den Klang der Gifte bieten? &lt;br /&gt;
Das jetzt ist Regen, die weite Ruhe. &lt;br /&gt;
Und das seine Frucht: zinnweiß wie Arsen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe jede Qual des Sonnenuntergangs ertragen. &lt;br /&gt;
Verdorrt bis zur Wurzel &lt;br /&gt;
brennen meine roten Fasern; sie stehn: eine Handvoll Draht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich breche in Stücke, die mich umfliegen wie Keulen. &lt;br /&gt;
Ein Wind von solcher Wucht &lt;br /&gt;
wird kein Herumstehn dulden: ich muss kreischen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Luna ist gnadenlos: die Unfruchtbare &lt;br /&gt;
will mich grausam schleifen. &lt;br /&gt;
Ihr Strahlen vernarbt mich. Vielleicht hab ich sie ergriffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich lass sie gehn. Ich lass sie gehn, &lt;br /&gt;
vermindert, flach, nach radikaler Chirurgie. &lt;br /&gt;
Wie deine bösen Träume mich beherrschen, kleiden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin bewohnt von einem Schrei. &lt;br /&gt;
Nachts flattert er aus &lt;br /&gt;
und sucht mit Haken nach etwas zum Lieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mich schreckt dieses dunkle Ding, &lt;br /&gt;
das in mir schläft; &lt;br /&gt;
tagsüber fühl ich sein weiches, gefiedertes Drehen, die Bösartigkeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wolken ziehen, zerstieben. &lt;br /&gt;
Sind das die Gesichter der Liebe, so bleiche &lt;br /&gt;
Unwiederbringlichkeiten? Schlägt dafür mein Herz? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich fasse nicht mehr. &lt;br /&gt;
Was ist das, was für ein Antlitz, &lt;br /&gt;
so tödlich erstickend zwischen den Zweigen? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dessen Schlangensäuren zischen &lt;br /&gt;
und den Willen lähmen. Es ist der abgetrennte, lahme Mangel, &lt;br /&gt;
der tötet, tötet, tötet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sylvia Plath</description>
    <dc:creator>Hauswurst</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://hauswurst.twoday.net/topics/Dichtes&quot;&gt;Dichtes&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2004 Hauswurst</dc:rights>
    <dc:date>2004-02-20T21:31:38Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://hauswurst.twoday.net/stories/143401/">
    <title>&quot;Wie war der Himmel blau...&quot;</title>
    <link>http://hauswurst.twoday.net/stories/143401/</link>
    <description>Die Figur bezieht sich auf die glückliche Zeit unmittelbar nach der ersten Verzückung, bevor sich noch die Komplikationen der Liebesbeziehung bemerkbar machen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl der Diskurs der Liebe lediglich ein Schwarm von Figuren ist, die sich in unvorhersehbarer Reihenfolge, nach Art der Zickzackflüge einer Flüge im Zimmer jagen, kann ich der Liebe doch, wenigstens retrospektiv, imaginär, ein geregeltes Werden und Entstehen bezeugen: durch eben diese historische Phantasie mache ich durchaus manchmal ein Abenteuer. Der Liebeswettstreit scheint also in drei Etappen (drei Akten einer Tragödie) vor sich zu gehen: zu Anfang, urplötzlich, die Inbesitznahme (ich bin von einem Bild hingerissen); darauf eine Folge von Begegnungen (Rendezvous, Telephonanrufe, Briefe, kleine Reisen), in deren Verlauf ich geradezu trunken die Vollkommenheit des geliebten Wesens erforsche, das heißt, die unerwartete, deckungsgleiche Annäherung eines Objektes und meines Verlangens: das ist die Süße des Anfangs, die eigentliche Zeit der Idylle. Dieser glücklichen Zeit erwächst ihre Identität (ihre Abgeschlossenheit) daraus, daß sie sich (wenigstens in der Erinnerung) gegen die Fortsetzung sträubt. - Die Fortsetzung ist die lange Schleifspur der Leiden, Verletzungen, Ängste, Nöte, Ressentiments, Verzweiflungen, Peinlichkeiten und Fallen, deren Beute ich werde, wenn ich fortan unablässig unter der Drohung eines Verlustes lebe, der gleichzeitig mich, den Anderen und die zauberhafte Begegnung beträfe, die uns einander zuvor zu erkennen gegeben hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt Liebende, die sich nicht umbringen, es ist möglich, aus diesem Tunnel, der der Liebesbegegnung folgt, herauszufinden, ich sehe wieder Tageslicht, sei es, daß es mir gelingt, der unglücklichen Liebe einen dialektischen Ausweg (Liebe selbst ist nicht dialektisch) zu schaffen (an der Liebe festhalten, sich von der Hypnose befreien), sei es, daß ich unter Verzicht auf diese Liebe erneut ins Rennen gehe und mit anderen die Begegnung zu wiederholen versuche, deren Blendwerk ich mir bewahre: denn sie fällt in die Kategorie der ersten Lust, und ich ruhe nicht, bis sie wiederkehrt, ich bejahe die Bejahung, ich beginne erneut, ohne zu wiederholen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Begegnung strahlt aus; in der Erinnerung wird das Subjekt die drei Phasen des Liebeswettstreits später zu einer zusammenziehen; es wird von einem blendenden Tunnel der Liebe sprechen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Begegnung erstaune ich darüber, jemanden gefunden zu haben, der, in sukzessiven und stets erfolgreichen, nie versagenden Anläufen, dem Bild meiner Phantasie gerecht wird (NLP als Codierung der Phantasie hakt sich ein); ich gleiche dem Spieler, dem das Glück treu bleibt, jenes Glück, das ihn die Hand auf eben das kleine Teilstück legen läßt, das das Puzzle seiner Begierde auf Anhieb vervollständigt. Es ist eine allmähliche Entdeckung (und gleichsam eine Überprüfung) der allmählichen Neigungen, Einverständnisse, Vertraulichkeiten und symbolischen Bekenntnissen, die ich (meiner Meinung nach) auf &quot;ewig&quot; mit einem anderen teilen werde, der im Begriff steht, künftig mein Anderer zu werden; ich bin sehr gespannt auf diese Entdeckung (ich fiebere ihr entgegen), in dem Maße, daß jede intensive Neugier für ein Wesen, dem man begegnet, summarisch als Liebe gilt. Die Begegnung läßt über das liebende (bereits hingerissene) Subjekt den Taumel eines übernatürlichen Zufalls hinwegstreichen: die Liebe gehört in die (dionysische) Kategorie des Würfelwurfes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
N.N.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;&lt;a href=&quot;www.dradio.de/dlr/sendungen/ wortspiel/doc/ws-020521.rtf&quot;&gt;Wie war der Himmel blau&lt;/a&gt;,&lt;br /&gt;
die Hoffnung weit.&lt;br /&gt;
Die Hoffnung floh enttäuscht&lt;br /&gt;
in Dunkelheit.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Verlaine</description>
    <dc:creator>Hauswurst</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://hauswurst.twoday.net/topics/Diskursives&quot;&gt;Diskursives&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2004 Hauswurst</dc:rights>
    <dc:date>2004-02-13T19:36:27Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://hauswurst.twoday.net/stories/139400/">
    <title>Am Ende des Pendels</title>
    <link>http://hauswurst.twoday.net/stories/139400/</link>
    <description>Ich schweige, weil alles, was ich sage, immer als Angriff interpretiert würde.</description>
    <dc:creator>Hauswurst</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://hauswurst.twoday.net/topics/Gepraegtes&quot;&gt;Gepraegtes&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2004 Hauswurst</dc:rights>
    <dc:date>2004-02-08T00:06:24Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://hauswurst.twoday.net/stories/139084/">
    <title>Blick über den Augen</title>
    <link>http://hauswurst.twoday.net/stories/139084/</link>
    <description>Das Lachen über andere ist, im Moment der (notwendigen) Verkennung, rückwärts gerolltes Ausatmen auf Kosten von Dritten. Wenn sie höflich sind, werden sie lachend erwidern, was den Bruch als Grenze markiert. Wir sind unser manchmal versichert in einer Weise, die uns vor uns selbst beschützt. Der Spieler, der das Jeton blind setzt, und spürt, daß, wie seine Hand, der Blick seiner Augen der Kugel Spin und Zwang für die 17 gibt. Warum 17? 23 ist das Zeichen der Illuminaten. Manchmal - vielleicht durch übergröße Anstrenung in der Konzentration oder durch die Heftigkeit eines Schmerzes erleuchtet die innere Landschaft, und man weiß: man sieht - alles, was geschehen wird. Jede einzeln Wendung, bis in die letzte Ecke eines dunklen Verlieses scheint vorgezeichnet. Das sind die Momente, in denen der Blick über die Augen seinen Triumph feiert. Wie ein Ritual ohne Bacchana, sanfte Gewißheit ohne Revolution des Entsinnens. Es ist, als würde man einen Fußabdruck im Sand sehen, ehe die Füsse den Sand berühren, und das Knirrschen von Geroll, ehe der feine Ton an die Ohren drang. Nachwandlerische Sicherheit - nicht zu gehen: zu sehen mit den eignen, fremden Augen im Innern der Landschaft, wenn das Bild der Wirklichkeit wie eine Nebelbank hinter einem liegt.</description>
    <dc:creator>Hauswurst</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://hauswurst.twoday.net/topics/Loses&quot;&gt;Loses&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2004 Hauswurst</dc:rights>
    <dc:date>2004-02-07T11:23:22Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://hauswurst.twoday.net/stories/138975/">
    <title>Durch den Riß gegangen</title>
    <link>http://hauswurst.twoday.net/stories/138975/</link>
    <description>&lt;i&gt;Ein farbloser langweiliger Tag. (Sie setzt keine Satzzeichen.) Ein Tag wie jeder ... Ein farbloser langweiliger Tag Der stechende Schmerz deiner Abwesenheit und dennoch bin ich wie bewegungslos gehe ich keinen einzigen Schritt auf dich zu (Satzzeichen gibt es bei ihr überhaupt keine. Keine Grenzen, die Metalle vermengen sich, die Verschmelzung, das Vermischen, kein Komma, kein Punkt.) Ein Tag wie jeder ohne dich Ein farbloser langweiliger Tag Der stechende Schmerz deiner Abwesenheit und dennoch bin ich wie bewegungslos gehe keinen einzigen Schritt auf dich zu Ich horche und weiß daß du in mir bist ich spüre dich wie du dich bewegst in meinem Bauch mein Bauch spricht mir von allen am besten von dir ich lasse mich davontragen ich will das Wagnis der Liebe dieser einen Liebe mit dir dieser manchmal so besonderen und innigen Liebe und der furchtbaren Schärfe die sie begleitet Ich bin stolz auf dich, stolz auf mich mit dir auf die Liebe die du mir zuträgst aber bin ich es den diese Liebe meint Die Worte deine Worte meinen sie mich Wenn ich mich doch nur einmal einer wahrhaften Liebe entsprungen fühlte Dieser Mangel an Liebe läßt all meine eigenen Versuche ertauben Verfehlte Liebe verfehltes Schicksal vielleicht ist es das und ausschließlich das mein Schicksal Möglich daß ich das niemals überwinden werde Möglich daß ich für immer von Arm zu Arm ziehen werde auf der Suche nach einer Geste einem Gesichtsausdruck der mir wirklich von Liebe spricht der mich meint mit etwas Einzigartigem nur mich Einziger Adressat eines Wortes das sich in einer Liebe verloren hat die nicht aus einem Leben entstanden ist das sich zerstört Ja ich habe Lust zugehörig zu sein und Lust zu lieben dich zu lieben geliebt zu werden von dir Aber ich bin um alles gebracht Ich denke an die Liebe und es stürzt von allen Seiten auf mich ein Ich habe Angst daß es mir nie gelingt... je mehr Angst ich habe desto mehr gehe ich auf Distanz zu dir desto eher meide ich dein Gesicht deine Arme du verstehst kannst es aber nicht ertragen und ich ich kann auch nicht mehr&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christine Angot&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über das Parabelhafte der Erfahrung hinaus bleibt ein Rest, der beinahe mehr zu wiegen beginnt als die schlichte Schilderung: Die Atemlosigkeit, mit der sie schreibt und die Wörter, das Zeichen, auseinandertreibt, ist wie Gras unter den Füßen.</description>
    <dc:creator>Hauswurst</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://hauswurst.twoday.net/topics/Netzartiges&quot;&gt;Netzartiges&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2004 Hauswurst</dc:rights>
    <dc:date>2004-02-06T23:20:38Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://hauswurst.twoday.net/stories/138210/">
    <title>Des Messers ganzer Schärfe</title>
    <link>http://hauswurst.twoday.net/stories/138210/</link>
    <description>Dein Schritt hat die Schwelle gehoben,&lt;br /&gt;
unter der aug&apos;nes Licht hervorquoll.&lt;br /&gt;
Du hast die Tür (zum Nichts) offen gelassen&lt;br /&gt;
und den Schüssel verloren.&lt;br /&gt;
Du grinst lieblich,&lt;br /&gt;
man hielt&apos;s für nachtes Lachen.&lt;br /&gt;
Schallend. Klaffend.&lt;br /&gt;
Des Bildnis Blut schwappt über,&lt;br /&gt;
in den geheimen Raum,&lt;br /&gt;
in dem ich mich sicher wähnte - &lt;br /&gt;
vor Deinen Lügen.</description>
    <dc:creator>Hauswurst</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://hauswurst.twoday.net/topics/Dichtes&quot;&gt;Dichtes&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2004 Hauswurst</dc:rights>
    <dc:date>2004-02-05T20:22:45Z</dc:date>
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    <title>Schlachten</title>
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    <description>&lt;i&gt;Die Penthesilea ist ein Stück, unter dessen Oberfläche immer neue Schichten hervortreten, je nachdem, auf welche Schärfentiefe wir unsere Augen einstellen. Auch wenn Kleists eigene Seelenlage uns unbekannt wäre - der Kampf der Amazone Penthesilea mit dem griechischen Heros Achill bleibt ein großer Vorwurf. Daß er nicht in Kleists Zeit, daß er nur in der Antike zu finden war, verstand sich von selbst: Zwei gleichgestellte, im gleichen Maße handlungsfähige Menschen, Mann und Frau, in Liebe einander verfallen, doch jeder von beiden an das Gesetz ihres Volkes gebunden, das zugleich das Gesetz ihres Geschlechtes ist: Sie muß - und darf nur lieben, den die Schlacht ihr zutreibt und den sie besiegt. Ihm ist natürlich, daß die Frau ihm bedingungslos folgt; nur zum Schein kann er sich ihr für kurze Zeit ergeben, und schon dieser Vorsatz macht ihn in den Augen der Gefährten toll. Das Mißverständnis, die Verkennung regieren mit Notwendigkeit die Dramaturgie; als sollten Nord- und Südpol zueinanderkommen, als sollten die beiden Enden eines Magnets zusammengebogen werden: in der Art einer verheerenden Naturkatastrophe entladen sich die unvereinbaren Gegensätze. So gesehen ist Penthesilea ein Metapher für die hoffnungslose Trennung von Mann und Frau. Eine zweite, nahebei liegende Lesart könnte den Kampf einer Frau um ihr Recht auf individuelle Liebe hervorheben. Aber natürlich ist das Stück auch, tritt man nur einen Schritt zurück und läßt es als allgemeingültiges Muster auf sich wirken, ein geschlossenes Modell für die Verstrickung eines Menschen in unvereinbare Bedürfnisse und Pflichten, die ihn, mag er sie vernachlässigen oder strikt erfüllen, so oder so zugrunde richten müssen.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schreibt Christa Wolf in ihrem Essay zu dem Stück &quot;Penthesilea&quot; von Kleist, das ich wieder entdeckt und neu zu lesen gelernt habe.</description>
    <dc:creator>Hauswurst</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://hauswurst.twoday.net/topics/Netzartiges&quot;&gt;Netzartiges&lt;/a&gt;</dc:subject>
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    <dc:date>2004-02-05T20:10:32Z</dc:date>
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    <title>Schleife</title>
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    <description>Zu jedem Argument gibt es ein nicht minder plausibles Gegenteilargument. Aber dies bedeutet schlußendlich nicht, daß der, der das letzte Argument in den Händen hält, recht haben muß.</description>
    <dc:creator>Hauswurst</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://hauswurst.twoday.net/topics/Gepraegtes&quot;&gt;Gepraegtes&lt;/a&gt;</dc:subject>
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    <title>Wiederkehrend</title>
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    <description>Manche Menschen sind gefühlskalt, sie können es nur nicht zeigen.&lt;br /&gt;
Im Umkehrschluß fällt mir Zuversicht auf.</description>
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    <title>Weiß von Schnee</title>
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    <description>Fast blind vom Schnee, der uns in die Wärme &lt;br /&gt;
trieb,inmitten einer rauhen Nacht, &lt;br /&gt;
tanzten unsere Blick, wund und weiß. &lt;br /&gt;
Und alles tut noch immer endlos weh, &lt;br /&gt;
wenn ich dein Gesicht in meinem vor mir seh, &lt;br /&gt;
Wie frisch gefallener Schnee leuchtet weiß, &lt;br /&gt;
was ich nicht durch Zeit vergessen kann. &lt;br /&gt;
Seh dein Lächeln und dein stolzen Blick &lt;br /&gt;
auf mir ruhn, als suchten sie ihr Kleid. &lt;br /&gt;
Und der Schnee fiel weiß durch dein Haar, &lt;br /&gt;
dem Glanz von Mondlicht Schatten nah. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die schönste Melodie ist - die noch nicht geschriebne, &lt;br /&gt;
Meine Hände schrieben dir meine auf dein Gesicht, &lt;br /&gt;
mein Mund dir auf die Stirn sanft und &lt;br /&gt;
mein glückgetrankter Blick auf deine Haut. &lt;br /&gt;
Weiß fiel der Schnee, und es ward leise, &lt;br /&gt;
was ich nicht vergessen kann. &lt;br /&gt;
Vom Schnee ganz weiß strich ich dir durch Haar, &lt;br /&gt;
küßte deine Hände und verging in Himmel deines Blicks. &lt;br /&gt;
Vom Schnee ganz weiß ist meine Seele schwer, &lt;br /&gt;
sie schmerzt und blutet in dunkler Reise, &lt;br /&gt;
das Gestern währt das Morgen nicht.</description>
    <dc:creator>Hauswurst</dc:creator>
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    <dc:date>2004-01-19T17:31:41Z</dc:date>
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